Persönliche Assistenz


Grundlegend für die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die im März 2009 vom Deutschen Bundestag ratifiziert wurde, ist der Gedanke der Inklusion: Menschen mit Behinderung sind Teil der Gesellschaft, sie gehören in deren Mitte.

Persönliche Assistenz ist ein zentrales Instrument bei der Umsetzung des Kerngedankens dieser UN-Konvention. Sie ermöglicht die Teilhabe an der bzw. das Einbezogensein in die Gesellschaft. Sie wird in allen Lebensbereichen erbracht: in der Privatsphäre und der Familie genauso wie in Beruf, Studium, Ausbildung oder Freizeit. Außerdem ist dadurch die Anwesenheit für unvorhergesehene, mitunter gefährliche Situationen, in denen schnelle, sachkundige Hilfe notwendig ist, gewährleistet.

Unter Persönlicher Assistenz werden am individuellen Bedarf orientierte Hilfen bei den Verrichtungen des täglichen Lebens verstanden. Sie dient der eigenständigen Gestaltung des Alltags in einer selbst gewählten Umgebung. Entscheidendes Kriterium ist das Recht des auf Assistenz angewiesenen Menschen, seine Assistenten selbst zu wählen, anzuleiten, deren Einsatz zu organisieren, um so die Unterstützungsinhalte und -umstände eigenständig zu gestalten.

Persönliche Assistenz ermöglicht Menschen trotz Handicap ein ähnlich selbst- bestimmtes Leben zu führen wie Menschen ohne Handicap.

Leistungsübersicht

Diese Leistungen können u. a. im Rahmen der
Persönlichen Assistenz erbracht werden: 

  • Hilfe im Bereich der Pflege wie die Unterstützung bei der Körper-, Mund- und Zahnpflege, Hilfe bei allen Transfers sowie beim Essen und bei Toilettengängen
  • Hilfe im Haushalt, z. B. beim Einkaufen, Kochen, Spülen, Wäsche waschen
  • Mobilitätshilfen, d. h. Begleitung und Unterstützung bei Unternehmungen außer Haus (auch im Rahmen der Freizeitaktivitäten), Kommunikationshilfe
  • Anwesenheit für unvorhergesehene, mitunter gefährliche Situationen, in denen schnelle, sachkundige Hilfe benötigt wird
  • Besondere Assistenzsituationen (z. B. Reisebegleitung)